Energiekrise - ein FAQ

Als Marktführerin bieten wir mit unseren Alarmzentralen vernetzte und innovative Dienstleistungen für Private und Firmen in der ganzen Schweiz mit höchster Vertrauenswürdigkeit an. Wir geben den Menschen jederzeit Schutz, Sicherheit und Komfort – zuverlässig, visionär und menschlich.

Die weltweite Energiekrise trifft auch die Schweiz. Der Bundesrat hat kommuniziert, dass die Versorgungssicherheit der Schweiz aktuell gewährleistet ist. Aufgrund des Krieges in der Ukraine und den damit verbundenen Gaslieferungsunterbrüchen kann die Energieversorgung im kommenden Winter 2022/2023 angespannt werden. Es ist uns wichtig, unserem Versprechen von Dienstleistungen mit höchster Vertrauenswürdigkeit gerecht zu werden. Deswegen haben wir für Sie die wichtigsten und häufigsten Fragen zur Energiekrise im Zusammenhang mit der Certas AG zusammengetragen:

Was passiert bei der Certas AG, wenn eine Brandmeldeanlage oder Einbruchmeldeanlage keinen Strom mehr hat?

Sofern die Signale bei uns in der Alarmzentrale noch ankommen, können diese auch während einer Stromabschaltung verarbeitet werden.

  • Beim Kunden vor Ort: Es ist abhängig von der Strom-Autonomie der installierten Anlage und der Übermittlungskomponenten. Kann aber aufgrund eines Stromausfalls beim Kunden kein Signal mehr gesendet werden oder seitens Telekom-Anbieter übermittelt werden, kann Certas keinen Alarm verarbeiten. Das Sicherstellen der Alarmübermittlung vom Gerät zu Certas ist im Verantwortungsbereich des Kunden.
  • Je nach Endgerät haben Kunden eine Verbindung zu ihrem Provider von 0 – 4 Stunden, abhängig davon, wie das Endgerät und die Kommunikationsvorrichtungen am Strom angeschlossen sind. Bitte klären Sie mit Ihrem Anlageerrichter und Ihrem Provider wie Ihre Anlage angeschlossen ist.
  • Übermittlungsnetze: Die Aussagen von Swisscom zur Autonomie schwanken zwischen 1 Stunde (z.B. im mobilen Bereich) bis hin zu 4 Stunden im Bereich Datenübermittlung/SIP-Telefonie bei Geschäftskunden.

Was bedeuten regionale Stromabschaltungen für unsere Kunden? Was bedeuten sie für die Geschäftsstellen der Certas AG und deren Alarmzentralen?

 Es gilt der Grundsatz: Die Alarmierungskette ist nur so stark, wie das schwächste Glied:

1. Die lokale Autonomie bei den Kunden ist unterschiedlich und muss durch den Kunden mit dem Provider (Swisscom, Sunrise usw.) und dem Anlageerrichter abgeklärt werden.

2. Die Übermittlungsautonomie variiert wie oben geschrieben zwischen 0 – 4 Stunden.

3. Der Empfang und die Verarbeitung seitens Certas sind durch die Notstromaggregate sichergestellt. Die Alarmzentrale und deren Systeme sind mit Notstrom versorgt. Hingegen sind die administrativen Abteilungen der Certas bei Stromabschaltungen beeinträchtigt.

4. Die Erreichbarkeit der Kunden und Interventionsstellen ist nur dann sichergestellt, wenn die die dazu notwendigen Kommunikationswege gewährleistet sind (Fixnet, Mobile, Internet), ansonsten kann Certas die Endkunden und Interventionsdienste erst nach der Stromabschaltung wieder erreichen.

Wie priorisieren wir die eingehenden Alarme bei Grossausfällen der Elektrizität?

Die eingehenden Meldungen werden bei Certas so verarbeitet, wie es auch bei sonstigen, grösseren Störungen (z.B. im Telekommunikations-Netz der Schweiz) geschieht.

  • Stromausfälle bewirken, dass entweder nur einzelne Verbindungswege ausfallen (z.B. terrestrisches Internet fällt aus, aber Kommunikation via Mobile-Netz funktioniert noch) = unkritische Verbindungsstörung, - oder alle Verbindungswege ausfallen = kritische Verbindungsstörung.
  • Die Priorisierung erfolgt grob ausgedrückt in der Reihenfolge:
    • echte Alarme
    • kritische Störungen
    • unkritische Störungen

Als Netzüberwachungsstelle von TUSNet verarbeitet die Certas AG zahlreiche kritische und unkritische Störungen, wie geht Certas damit um?

  • TUS-Kunden welche AIN benutzen, bekommen die Störungsmeldungen automatisiert zugesendet via AIN und entlasten damit die Certas.
  • Die Störungsmeldungen von TUS Kunden, welche kein AIN benutzen landen bei der Certas Alarmzentrale und werden wie oben beschrieben priorisiert behandelt. Bei Grossstörungen verfügt die TUS über Methoden, um die Meldeflut zu unterdrücken.

Wie lange ist die Einsatzbereitschaft der Certas AG Alarmzentrale sichergestellt?

  • Als zertifizierte Alarmzentrale erfüllen wir die EN Norm 50518 und damit eine Notstrom-Autonomie (USV, Dieselgenerator) im Aktionsbereich der Alarmzentrale von mindestens 24 Stunden.
  • Bei längeren Stromabschaltungen ist davon auszugehen, dass die Kommunikationsmöglichkeiten der Telekom-Provider stark beeinträchtigt sind. Als Certas sind wir zwar bereit Signale zu erhalten und zu verarbeiten (z.B. im 4 Std-Fenster). Wir müssen jedoch davon ausgehen, dass die notwendigen Kontaktpersonen nicht mehr telefonisch erreichbar sind (z.B., wenn Mobilfunk-Masten nur mind. 1 Std. autonom sind).

Wie lange halten unsere Notstromaggregate?

Mind. 24 Stunden mit dem vorhandenen Diesel-Treibstoff, entsprechend verlängerbar durch Nachtanken. Das Nachtanken ist bei Certas durch Prozesse an den Standorten geregelt.

Wie ist die Redundanz geregelt bei Stromausfällen?

  • Die Empfangseinrichtungen und Alarmzentralen der Certas laufen auch bei Stromausfällen weiter.
  • Fällt das Netz eines Kommunikationsproviders in einer Region aus, kann die andere Certas Alarmzentrale ein Alarmsignal empfangen.

Wie stellen wir die Alarmierung der Kunden sicher, wenn wir diese telefonisch nicht mehr erreichen können?

Bei einem länger anhaltenden Stromausfall in einer Region kann es sein, dass die Kunden telefonisch (Fixnet, Mobile) nicht mehr erreichbar sind. In diesem Fall kann Certas die zeitnahe Alarmierung nicht mehr gewährleisten.