Gründe für eine Alarmanlage

Alarmanlage_Tastatur

Eine Alarmanlage hat gleich mehrere Funktionen:

  • Eine Alarmanlage dient zur Abschreckung von Dieben. Fast zwei Drittel der Einbrecher suchen sich bei einer installierten Alarmanlage ein anderes Objekt, weil das Risiko zu gross wird.
  • Sobald die Alarmanlage losgeht, flüchten fast alle Täter sofort. Wer trotz Alarmanlage eindringt, hat zu wenig Zeit. Die Sensoren lösen Alarm aus, die Alarmzentrale wird informiert und wenig später sind Interventionskräfte vor Ort. Das Risiko lohnt sich nicht mehr für den Einbrecher.
  • Immaterielle Schäden vermeiden. Eine Hausratversicherung bezahlt zwar den Schaden am Gebäude. Sofern Sie einen Diebstahl nachweisen können, erhalten Sie auch hierfür Ersatz. Der Verlust der Privatsphäre und der Ärger bleibt bei vielen Einbruchopfern aber lange bestehen.

Wie funktioniert eine Alarmanlage?

Eine Alarmanlage besteht aus unterschiedlichen Komponenten, die für jedes Objekt individuell aufeinander abgestimmt werden:

  • Sensoren, die ungebetene Gäste oder Aktionen erkennen: Infrarot-Bewegungsmelder registrieren eine menschliche Präsenz. Magnetkontakte melden, wenn eine Tür oder Fenster geöffnet wird. Glasbruchmelder reagieren auf einen Einschlag. Brandmelder spüren Rauch auf usw.
  • Die Zentraleinheit (auch Alarmzentrale genannt): eine Zentraleinheit verarbeitet die Signale der Sensoren und vergleicht verschiedenen Algorithmen. Wenn die Sensoren ein korrektes Signal melden, dann löst die Einheit Alarm aus. Ein integriertes Übermittlungsgerät (GSM, IP, ISDN) leitet den Alarm an die Certas Notruf- und Service-Leitstelle weiter, wo die notwendigen Massnahmen eingeleitet werden.
  • Abschreckungskomponenten: bei Alarmauslösung geht eine laute 120 dB Sirene los und macht den Einbruchsversuch publik. Ein Blitzlicht, extern angebracht, macht die Alarmmeldung auch optisch sichtbar. Zusätzlich kann ein Nebelgenerator dazu geschaltet werden. Innerhalb von wenigen Sekunden wird der Raum durch dichten Nebel unpassierbar und der Dieb muss sich zurückziehen.

Zusätzlicher Nutzen einer Alarmanlage

Eine moderne Alarmanlage kann mehr als nur vor Einbrechern schützen:

  • Brandschutz ist ein wichtiges Thema: Rauchwarnmelder können an eine Alarmanlage angeschlossen werden. Im Brandfall wird frühzeitig die Rauchentwicklung entdeckt und ein Alarm wird ausgelöst. Die laute Sirene weckt auf und verhindert, dass Bewohner im Schlaf überrascht werden. Die Alarmzentrale wird informiert, verifiziert den Alarm und organisiert sofort den Feuerwehreinsatz.
  • Zugangskontrolle: moderne Alarmanlagen eignen sich auch für die Kontrolle, wer hinein- oder hinausgeht. Besorgte Eltern können zum Beispiel über eine Smartphone App informiert werden, wann die Kinder von der Schule zurück sind.
  • Fernbedienung: die Fernbedienung der Alarmanlage kann auch als Fernbedienung für das Garagentor verwendet werden. Praktisch und sicher.

Die Funktionsweise von Bewegungsmeldern

Certas Bewegungsmelder

Bewegungsmelder sind die wichtigsten Komponenten bei der Einbruchserkennung. Die verschiedenen Typen unterscheiden sich in wesentlichen Punkten:

  • Ein IR-Bewegungsmelder reagiert auf Wärmeenergie:  jeder Mensch strahlt Wärme. Diese Infrarotwellen werden von einem Sensor registriert, ohne dass dieser selber Strahlung abgibt. Daher spricht man auch von einem „Passiv-IR-Sensor“. Um Fehlalarme zu reduzieren werden IR-Sensoren mit mehreren Linsen ausgerüstet, die in Zonen unterteilt sind. Wenn ein Mensch mindestens zwei dieser Zonen durchschreitet wird Alarm ausgelöst.
  • Bewegungsmelder mit Bild: manche Modelle können zusätzlich Bilder vom Einbrecher (Reihe von Fotos oder Videosequenz) machen und an die Alarmzentrale übermitteln. Je nachdem wie gut die Bilder sind, kann dadurch die Alarmverifizierung beschleunigt werden und die Interventionskräfte schneller reagieren.
  • Bewegungsmelder mit Audio: Manche Bewegungsmelder sind mit einem eingebauten Mikrofon ausgerüstet. Durch die Audioübertragung kann der Mitarbeiter in der Alarmzentrale leichter erkennen, ob es sich um einen realen Einbruchfall handelt.
  • Spezielle „PET“ Bewegungsmelder vermeiden Fehlalarme: auch Tiere strahlen Wärme aus. Mit angepassten Bewegungsmeldern, die für Haushalte mit Tieren vorgesehen sind, können sich 2 bis 3 Katzen oder ein Hund bis ca. 35 kg frei bewegen, ohne dass Alarm ausgelöst wird. Ihr Anlagenerrichter muss aber Sicherheitsabstände (Mindesthöhe, keine Möbel in der Nähe, freie Sicht) einhalten, damit keine Fehlalarme ausgelöst werden.